Pressemitteilung: CSD Erfurt veröffentlicht politische Forderungen


Während des gesamten Sommers finden in vielen Städten weltweit „Christopher Street Day“-Paraden, kurz CSD, statt. Dabei feiern die Teilnehmenden nicht nur sehr bunt, sondern gehen vor allem für mehr gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber sexueller, romantischer und geschlechtlicher Vielfalt auf die Straße. Auch in Erfurt wird der Christopher Street Day seit einigen Jahren veranstaltet und wächst jährlich: Von 2016 bis 2017 verdoppelte sich laut den Veranstalter*innen die Teilnehmenden-Zahl bei der Demonstration auf bis zu 1000 Personen.

Das dahinter stehende „CSD Bündnis Erfurt“ gab jetzt nicht nur bekannt, dass es auch 2018 einen Christopher Street Day geben wird, sondern veröffentlichte auch die politischen Forderungen der kommenden Parade. Denn auch wenn die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare jetzt geöffnet sei, bleibe noch viel zu tun, so das Bündnis.

Dazu Tobias Gerdsen, Pressesprecher des CSD Bündnis Erfurt: „Um uns über den Handlungsbedarf bewusst zu werden, müssen wir nur einen Blick auf homo-, bi- und transsexuelle Jugendliche werfen. Diese werden viel häufiger Opfer von Ausgrenzung und Diskriminierung und wissen je nach Umfeld oft nicht an wen sie sich wenden können. Deswegen fordern wir ein Queeres Zentrum für Erfurt, das Beratungsangebote für Jugendliche und Eltern organisiert und über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt informiert.“

Bisher fehlt ein solches zielgruppenspezifisches Angebot für u.a. Lesben, Schwule und Transsexuelle in Erfurt komplett, betont das CSD Bündnis Erfurt in seinen Forderungen weiter.
Die CSD-Parade, bei der für diese Forderung auf die Straße gegangen wird, wird dieses Jahr am 25. August stattfinden.

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